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Ersatzpflege/Verhinderungspflege im häuslichen Umfeld

Ist die Pflegeperson an der Pflege gehindert (z.B. urlaubs- oder krankheitsbedingt), kann der Pflegebedürftige Ersatzpflege beanspruchen §39 SGB XI.

Vorausgesetzt wird eine vorangegangene Pflege im häuslichen Bereich von mindestens sechs Monaten. Wenn sie nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind und nicht in einem Haushalt leben. Ersatzpflege wird für längstens vier Wochen pro Jahr mit einem Leistungsumfang von 1.612,00 € von den Pflegekassen übernommen (maximal 28 Tage). Die Ersatzpflege muss sichergestellt werden! Kann durch Fachkräfte, Pflegedienste, Angehörige, Bekannte oder eine andere Laienpflegekraft sichergestellt werden. Auch Wohnheime und vergleichbare Einrichtungen (Pflegeeinrichtungen) können Ersatzpflege leisten. Erfolgt die Pflege in einer Pflegeeinrichtung, können lediglich die pflegebedingten Aufwendungen übernommen werden. Übernehmen Familienangehörige die Ersatzpflege, darf der Regelsatz vom Pflegegeld nicht überschritten werden. Zusätzliche entstandene Kosten wie z.B. Fahrgeld oder Verdienstausfälle können mit einem entsprechenden Nachweis, von der Pflegekasse erstattet werden.

§39 SGB XI

Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr; § 34 Abs. 2 Satz 1 gilt nicht. Voraussetzung ist, daß die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekassen können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1 470 Euro ab 1. Juli 2008, auf bis zu 1 510 Euro ab 1. Januar 2010 und auf bis zu 1 550 Euro ab 1. Januar 2012 und seit 1. Januar 2015 auf 1612 Euro belaufen, wenn die Ersatzpflege durch Pflegepersonen sichergestellt wird, die mit dem Pflegebedürftigen nicht bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind und nicht mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben. Bei einer Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse regelmäßig den Betrag des Pflegegeldes nach § 37 Abs. 1 nicht überschreiten, es sei denn, die Ersatzpflege wird erwerbsmäßig ausgeübt; in diesen Fällen findet der Leistungsbetrag nach Satz 3 Anwendung. Bei Bezug der Leistung in Höhe des Pflegegeldes für eine Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, können von der Pflegekasse auf Nachweis notwendige Aufwendungen, die der Pflegeperson im Zusammenhang mit der Ersatzpflege entstanden sind, übernommen werden. Die Aufwendungen der Pflegekasse nach den Sätzen 4 und 5 dürfen zusammen den in Satz 3 genannten Betrag nicht übersteigen.

 

Verhinderungspflege

I, II oder III1.550,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen (28 Tage)1.612,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen (28 Tage)
PflegestufeLeistungen 2014 pro Kalenderjahr, bis zuLeistungen ab 2015 pro Kalenderjahr, bis zu
0*1.550,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen (28 Tage)1.612,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen (28 Tage)

*Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von §45a SGB XI, d.h. vor allem an Demenz erkrankte Menschen.